Arbeitsfelder
Mit Blick auf den theoriegeleiteten Ansatz einer postheroischen Beratung ist es kein Zufall, dass sich ihre Praxis vornehmlich an zwei Arbeitsfeldern orientiert, die in den letzten 15 Jahren mehr und mehr in den Mittelpunkt der eigenen Beratungstätigkeit gerückt sind:
Führung & Organisation, beide jeweils in der Variante 2.0
Führung 2.0
Das Themenfeld „Führung 2.0“ umfasst einerseits ein ganzes Bündel von Beratungs-projekten, Workshops, Vorträgen und Qualifizierungsveranstaltungen, die sich über alle hierarchischen Ebenen unterschiedlichster Unternehmen hinweg mit dem „WIE“ einer Führung 2.0 auseinandersetzen. Von hochspezialisierten KMU’s bis hin zu Großkonzernen, von Einzelpersonen bis hin zu multinationalen non-profit Institutionen reicht die Spannbreite des Interesses für die relevanten Fragestellungen einer zeitgemäßen Führung. Beratung und Qualifizierung gehen dabei Hand in Hand. Innovative und exakt an den Bedarfen der unterschiedlichen Kunden ausgerichtete Lernarchitekturen stehen dabei im Fokus: welche Formate unterstützen die Überprüfung des eigenes Führungsverständnisses, wie kann – über das kognitive Interesse hinaus – ein Erfahrungsraum kreiert werden, in dem die Arbeit an den bestehenden Fähigkeiten und Fertigkeiten zu einem persönlichen Erlebnis wird?
Durch den Rückbindung solcher Lernarchitekturen in den jeweiligen Führungsalltag und den Einbezug von Elementen des professionellen Storytellings entstehen immer wieder interaktive Veranstaltungsformate, die über die Beschäftigung mit den Grundlagen und Konsequenzen wirkungsvoller Führung zu einem nachhaltig wirksamen Kompetenzaufbau führen. Ob Kleingruppe oder Großveranstaltung mit 900 Personen, ob Einzelvortrag oder mehrjähriges Curriculum: stets ist dabei die eigene Präsenz Anregung und Vorbild für eine Führungshaltung, die sich kompromisslos gibt in ihrem Engagement für die Sache.
Neben dem „WIE“ einer Führung 2.0 gilt die Aufmerksamkeit der postheroischen Beratung konsequenterweise auch der Sachdimension: dem „WAS“ einer zeitgemäßen Führung, d.h. ihren konkreten Aufgabenfeldern. Ein in sich schlüssiges Modell dieser Aufgabenfelder wurde in den letzten Jahren von Prof. Rudi Wimmer (osb-i) entwickelt und in etlichen Kundenprojekten erprobt. In der Auseinandersetzung mit diesen Aufgaben gelingt es immer wieder, Führungskräfte auf die wesentlichen Aspekte ihrer Arbeit zu fokussieren und damit für Orientierung und Klarheit zu sorgen.

Übrigens: das 2008 im Carl-Auer Verlag erschienene Buch „Paradoxien der Führung“ fasst die wesentlichen Punkte beider Fragerichtungen zusammen und ergänzt diese durch einen Blick auf die gesellschaftlichen Verhältnisse, die den Rahmen für das jeweilige Agieren von Organisationen und damit Führung abgeben.
Organisation 2.0
Bei der Frage nach neuen Organisationsformen, die angemessen komplex sind, um den Herausforderungen einer global vernetzten Welt gerecht zu werden, konzentriert sich postheroische Beratung neben der Beschäftigung mit hybriden Organisationsformen (Netzwerk, Matrix, Tribe, Corporation, etc.) auf den Aspekt des Umbaus bestehender Strukturen und Formationen. Unter dem Stichwort „Change Management“ werden dabei alle Anstrengungen zusammengefasst, die Organisationen unternehmen, um die eigene Zukunftsfähigkeit zu sichern. Die Begleitung reiner Optimierungsprojekte, die innerhalb bestehender Strukturen eine Leistungsverdichtung anstreben, steht nicht im Fokus dieser Beratung.
Die Begleitung großangelegter Unternehmenszusammenschlüsse (etwa der Merger von Alcatel und Lucent, oder, aktuell, die Begleitung der Fusion der Telekom Austria mit ihrer Mobilfunktochter), aber auch der strategische Umbau bestehender Organisationseinheiten und Führungsstrukturen sowie die Begleitung von quer zur Linienorganisation aufgesetzten Projekten (etwa im IT Bereich) gehört hingegen zu den typischen Aufgabenstellungen der Beratungsarbeit in den letzten Jahren.
Das Vorgehen in solchen Projekten folgt einer bewährten Prozesslogik und wird unterfüttert durch inhaltliche Ergänzungen und einer Methodenvielfalt, die sich jeweils aus der konkreten Aufgabenstellung heraus ergibt. Für die Begleitung von unternehmensweiten Innovationsprozessen etwa ist dies der Einsatz von Szenariotechniken, im Falle von Mergers & Akquisitions gilt dem Aspekt der Schismogenese, d.h. der im Zuge einer „forced integration“ sofort in Gang gesetzten Immunreaktionen der beteiligten Parteien besondere Aufmerksamkeit. Wiederum in ausschließlich auf den konkreten Bedarf hin maßgeschneiderten Formaten werden die wesentlichen Stolperfallen erfolgreicher Veränderungsprozesse adressiert und der weiteren Bearbeitung durch die jeweils verantwortlichen Führungskräfte zugänglich gemacht.

In beiden Arbeitsschwerpunkten der hier skizzierten Praxis einer postheroischen Beratung geht es immer wieder um eine theoriegeleitete, aber praktisch nutzbare Vorgehensweise für konkrete Problemstellungen von Kunden, die sich mit Fragen der eigenen Zukunftssicherung auseinandersetzen. Eine solche Fragestellung zieht in der Regel den Einsatz innovativer Zugängen und Problemlösungen nach sich, und zwar sowohl in der Sach- wie auch Sozialdimension. Hier entfaltet diese Spielart der Beratung ihr Potential – und führt nicht zuletzt immer wieder zu aufregenden Kundenprojekten, die für überraschende Einsichten und Problemlösungen bei allen Beteiligten sorgen.
